Linsen mit Spätzle und Saitenwürstle, ein Rezept für ein schwäbisches Nationalgericht mit Linsengemüse, Spätzle und Saitenwürstle, ersatzweise Wiener Würstchen. Mit dunkler Einbrenne angedickt und mit viel Majoran und etwas Essig abgeschmeckt.

Tipp der Kochbaeren zu Linsen mit Spätzle und Saitenwürstle:

Die Linsen mit Wasser bedeckt über Nacht einweichen. Dadurch verkürzt sich die Garzeit.

Damit Sie die Wacholderbeeren, die Nelken und das Lorbeerblatt nicht hinterher aus dem Essen suchen müssen, geben Sie diese in ein Leinen Säckchen oder einen zugebundenen Teebeutel (gibt es im Teeladen offen).

Anmerkung der Kochbaeren:

Linsen mit Spätzle und Saitenwürstle abgekürzt auch LSS sind für die Schwaben „Das Ällergröschde“ (Das Allergrößte). Wer außerhalb des Schwabenlandes das Rezept nachkochen möchte und keine Saitenwürstle bekommt – diese werden auch „Wiener Würstchen“ oder „Frankfurter „ genannt.

 

Linsen mit Spätzle und Saitenwürstle werden
von uns Schwaben auch
„S‘ Ällergröschde“ ( Das Allergrößte) genannt.

Dazu gibt es vom Äffle und Pferdle eine entsprechende Episode :

Fragt des Äffle des Pferdle :
„Du .. was isch groas ?“
Antwort : „Ha .. a Elefant.“
Frage : „Ond was isch no groessa ? “
Antwort : „Ha .. d’r Schtuagata Fernsehdurm.“
Frage : „Ond was isch no des Ällergröschde ?“
Antwort : „Ha Linsa med Spätzla ond Soidawirschtla !“

Hier ein Übersetzungsversuch :
Frägt das Äffle das Pferdle :
(„le“ bedeutet im schwäbischen eigentlich „klein“
ist aber hier eher als Kosename zu verstehen.)
„Du .. was ist gross ?“
Antwort : „Ja .. ein Elefant (zum Beispiel).“
Frage : „Und was ist noch grösser ?“
Antwort : „Ja .. der Stuttgarter Fernsehturm.“
Frage : „Und was ist dann das Allergrösste ?“
Antwort :
„Ja .. Linsen mit Spätzle und Saitenwürste !“
Mit besonderer Betonung der fett geschriebenen Worte.