Rezept für den Kartoffelsalat schwäbisch, so wie wir Kochbären ihn am liebsten mögen. Der Kartoffelsalat ist aus der schwäbischen Küche nicht weg zu denken.

Wird er als Vesper verspeist, gibt man meist mehr Öl dazu als in unserem Rezept angegeben. Außerdem – die Geschmäcker sind ja verschieden – mag mancher ihn mehr „zermanscht“. Wir lieben den Kartoffelsalat, wenn die „Rädle“ noch ganz sind.

Er gehört aber auch unbedingt als Beilage zum Sonntagsbraten und ist Bestandteil des „gemischten“ Salat, der in den Gaststätten fast bei jedem Hauptgericht dabei ist.

Der Sonntagsbraten muss vor allem viel (und natürlich wohlschmeckende) Soße abgeben. Am Montag gibt es dann von den Resten:
„Kartoffelsalat mit Spätzle und Soß“.

Am Heiligabend wird im „Ländle“ üblicherweise nicht groß aufgetischt. Am Vormittag ist ja noch so viel zu erledigen … die letzten Geschenke einkaufen. Den Christbaum auswählen und wenn sich alle einig sind, kaufen. Den Christbaumschmuck suchen (wo hat man ihn letztes Jahr hingeräumt?). Den Baum im Christbaumständer fixieren. Und dann wird er auch noch „aufgeputzt“. Da hat die Hausfrau nicht viel Zeit zum Kochen. Die Kartoffeln kochen ja so nebenher. Zwischendurch die Zwiebeln schneiden und die Brühe ansetzen. Wenn er fertig ist, darf er gut durchziehen. So war es früher Tradition, dass es am Heiligabend Kartoffelsalat mit Bratwurst gab.

Kartoffelsalat schwäbisch

Abwandlungen:

Den Kartoffelsalat mischen wir gerne mit anderen Salaten. Im Sommer mischen wir Gurkenscheiben darunter. Im Winter dagegen mischt man gerne fein geschnittenen Endiviensalat darunter. Der Ackersalat – wie im Bild – wird nicht darunter gemengt, sonder darauf gelegt. Wir haben ihn daneben gelegt, damit man die Rädle besser sehen kann. Ach ja … die Rädle. Aus dem übrig gebliebenen Kartoffelsalat machen wir dann das Gericht „Saure Rädle„.
Empfehlenswerte Kartoffelsorte :

Es sollte auf jeden Fall eine festkochende Sorte (Nicola oder Sieglinde) sein. Besonders begeistert waren wir von einem Kartoffelsalat aus Bamberger Hörnle. Durch die Hörnle – Form lassen sich kleine Scheiben schneiden – siehe Bild oben.

Kartoffelsorten

Ein Kochfreund der in Aalen geboren und aufgewachsen ist, jetzt aber in der „Diaspora“ lebt, schreibt uns dazu folgendes:
Neben (handgeschabten) Spätzle ist sicher der schwäbische Kartoffelsalat eines der wichtigsten Rezepte der schwäbischen Küche.

Zum einen würde ich für den Kartoffelsalat schwäbisch gerne noch weitere Kartoffelsorten einbringen, die sich sehr gut eignen. (‚Sieglinde‘ gibt es bei uns in Frankfurt kaum – ‚Bamberger Hörnchen‘ schon erst recht nicht.): Von den neueren Kartoffelsorten sind bestens geeignet ‚Linda‘, ‚Princess‘ und ‚Anabelle‘. Alle schön festkochend, herrlich gelb und geschmackvoll. Mit „vorwiegend festkochenden“ Kartoffelsorten habe ich keine guten Erfahrungen gemacht. Ich rate davon ab.

Ein weiterer Tipp: Damit die Zwiebeln etwas von ihrer Schärfe verlieren, würfeln wir sie ganz fein. Danach geben wir sie zuerst in die Schüssel gegeben, ohne sie zu salzen. Danach übergießen wir sie mit der heißen Brühe. Nun erst kosten und bei Bedarf Nachsalzen.