Hornhecht mit Sanddorn Whiskey Soße. Rezept für Hornhecht, den wird an der Ostsee frisch vom Kutter kaufen konnten. Wir haben ihn in Stücke geschnitten und gebraten. Dazu haben wir aus Sanddornbeeren – ein typisches Produkt der Ostsee – eine Sanddorn-Whiskey Soße gemacht.

Ein einfacheres Rezept ist Hornhecht in Tortilla-Chips Panade.

Die grünen Gräten des Hornhechtes

Der Hornhecht hat ein festes, leckeres Fleisch. Auffallend sind seine grünen Schuppen und vor allem seine grünen Gräten. Vorteil – man kann sie im weißen Fischfleisch nicht so leicht übersehen.

Hornhecht mit Sanddorn Whiskey Soße

Hornhechte sind Salzwasserfische, ihr Verbreitungsgebiet reicht vom Mittelmeer über den Atlantik bis zur Nord- und Ostsee. Diese schnellen, an der Oberfläche jagenden, schlanken Fische sind unter Anglern besonders beliebt. Er wird auch als “Tilapia des kleinen Mannes” bezeichnet, weil er dem erfolgreichen Angler einen spannenden Kampf liefert. Der Hornhecht (Hornfisch) jagt an der Oberfläche nach Sandspierlingen oder kleinen Heringen. Hobbyangler fangen ihn mit kleinen schlanken Blinkern. An der Ostsee wird der Hornhecht als Hornfisch verkauft, von den Einheimischen auch als Maifisch bezeichnet, weil er meist im Mai zum ersten Mal auftaucht.

Saison: Der Hornhecht liebt das wärmere Wasser. Für die Fischer an Nord- und Ostsee bedeutet das: Kommt der Hornhecht, ist die Heringssaison vorbei. Dadurch dass das Wasser im September kälter wird, verschwindet der Hornhecht und der Hering kommt wieder. Der Hornhecht wird “wenig kommerziell befischt, deshalb war ich recht erstaunt, dass ein Fischer in Warnemünde diese Fische frisch vom Kutter angeboten hat.

Hornhecht mit Sanddorn Whiskey Soße
Der Hornhecht hat ein festes, weißes, leckeres Fleisch. Auffallend sind seine grünen Schuppen und vor allem seine grünen Gräten. Vorteil – man kann sie im weißen Fischfleisch nicht so leicht übersehen.

Sanddorn, eine Vitamin C Bombe:

Seit wir an der Ostsee Urlaub machen hat mich das Thema “Sanddorn” beschäftigt. Es gibt genügend Sanddorn-Produkte zu kaufen. Vor allem Liköre, Fruchtaufstriche, Tees und Gelees. Schaut man genauer hin, kommen diese sogar manchmal aus der Region, oft aber auch aus Asien. Als Hobbykoch dachte ich vor allem an eine Soße für Fisch aus dieser faszinierenden Frucht. Nur – wie kommt man an frische Sanddornbeeren? Das sollte doch ganz einfach sein, schließlich gibt es hier an den Dünen massenhaft Sanddornbüsche. Die ersten Versuche, Sanddornbeeren zu ernten waren jedoch schmerzhaft und enttäuschend. Der Sanddornstrauch hat lange, gefährliche Dornen.

Die Beeren, sind sie erst mal ausgereift, lassen sich nur ungern abzupfen und platzen dabei auf. Man erntet Sanddorn-Matsch! Im Internet habe ich dann nachgelesen, dass die Sanddornbüsche zur Saftgewinnung “gemolken” werden. Keine Ahnung wie man einen Busch mit derart langen, gefährlichen Dornen “melkt”. Ich habe eine kleine Nagelschere genommen und die Beeren an ihren Stängeln abgeschnitten. Das war mühsam, aber für zwei Tassen Beeren eine erträgliche Mühe.